Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Diese Bedingungen regeln, wie du Uptimeify nutzt und was du dabei von uns erwarten kannst.

Zaskoku & Haupt GbR, Lange Str. 54 - 56, 48683 Ahaus, Deutschland Version 1.0 · Stand: 3. August 2026

Diese Bedingungen regeln, wie du Uptimeify nutzt und was du dabei von uns erwarten kannst. Wir haben sie so kurz gehalten, wie es geht, und so klar, wie es uns möglich war. Wenn eine Stelle unklar bleibt, schreib uns.


§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Monitoring-Plattform Uptimeify zwischen dir und der Zaskoku & Haupt GbR, Lange Str. 54 - 56, 48683 Ahaus, Deutschland (im Folgenden "wir", "uns", "Uptimeify").

1.2 Nur Unternehmer. Uptimeify ist ausschließlich ein Angebot an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Registrierung bestätigst du, dass du den Vertrag im Rahmen deiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abschließt. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB kommt nicht zustande. Alle angegebenen Preise sind Nettopreise ohne Umsatzsteuer.

1.3 Vorrang. Ergänzend zu diesen AGB gelten in dieser Reihenfolge:

  1. eine mit dir individuell schriftlich getroffene Vereinbarung
  2. der Auftragsverarbeitungsvertrag (§ 13)
  3. diese AGB
  4. die Leistungsbeschreibung auf uptimeify.io und die technische Dokumentation auf docs.uptimeify.io

Bei Widersprüchen geht das jeweils höherrangige Dokument vor.

1.4 Abwehrklausel. Eigene Geschäfts-, Einkaufs- oder Rahmenbedingungen von dir werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir sie kennen und ihnen nicht ausdrücklich widersprechen. Sie gelten nur, wenn wir ihrer Geltung in Textform zugestimmt haben.


§ 2 Begriffe

Dienst ist die Uptimeify-Plattform mit Web-Anwendung, API, MCP-Server, Statusseiten und Benachrichtigungskanälen.

Monitor ist ein von dir konfigurierter Prüfauftrag auf einen Endpunkt, etwa eine Website, eine API, einen Port oder ein Zertifikat.

Endpunkt ist das von einem Monitor geprüfte Ziel, zum Beispiel deinkunde.com.

Quota ist das organisationsweite Kontingent deines gewählten Plans, insbesondere die Anzahl der Monitore, das Benachrichtigungskontingent nach § 7.3 und die Anzahl der IP-Adressen.

Sub-Account ist ein von dir innerhalb deiner Organisation angelegter, datenseitig getrennter Mandant, typischerweise für einen deiner Endkunden.

Endkunde ist ein Kunde von dir, für den du Uptimeify nutzt, zum Beispiel im Rahmen eines Wartungsvertrags.

Kundeninhalte sind alle Daten, die du in den Dienst einbringst oder dort erzeugen lässt: Konfigurationen, Endpunkt-Angaben, Kontaktdaten, Prüfergebnisse, Reports, Branding-Assets.

Geschäftszeiten sind die in § 4.4 genannten Zeiten.


§ 3 Vertragsschluss, Konto und Testphase

3.1 Registrierung. Du registrierst dich über unser Onlineformular. Die Darstellung des Dienstes auf unserer Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Der Vertrag kommt zustande, wenn wir deine Registrierung durch Freischaltung des Kontos oder durch eine Bestätigung in Textform annehmen.

3.2 Angaben. Du machst bei der Registrierung vollständige und richtige Angaben, insbesondere zu Firma, Anschrift, Rechtsform und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, und hältst diese aktuell. Wir dürfen die Unternehmereigenschaft nach § 1.2 prüfen und bei begründeten Zweifeln einen Nachweis verlangen.

3.3 Kontosicherheit. Du schützt deine Zugangsdaten und API-Schlüssel und gibst sie nicht an Unbefugte weiter. Du bist für alle Handlungen unter deinem Konto verantwortlich, auch für die deiner Mitarbeiter und der von dir eingeladenen Nutzer. Sobald du von einem unbefugten Zugriff Kenntnis erlangst oder einen begründeten Verdacht hast, informierst du uns unverzüglich unter hello@uptimeify.io. Wir empfehlen dir, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.

3.4 Testphase. Wir stellen dir eine kostenlose Testphase von 14 Tagen bereit. Die Testphase ist auf das Kontingent mit 25 Monitoren beschränkt und steht für andere Kontingente nicht zur Verfügung. Für die Registrierung hinterlegst du ein gültiges Zahlungsmittel. Während der Testphase berechnen wir dir nichts. Die Verfügbarkeitsziele nach § 5 gelten für Testkonten nicht. Je Organisation ist eine Testphase vorgesehen.

3.4.1 Übergang in den bezahlten Plan. Kündigst du nicht vor Ablauf der 14 Tage, geht die Testphase automatisch in den kostenpflichtigen Plan mit 25 Monitoren über. Der erste Abrechnungszeitraum beginnt am Tag nach Ablauf der Testphase, und wir ziehen die Vergütung über das hinterlegte Zahlungsmittel ein. Möchtest du in ein anderes Kontingent wechseln, kannst du das jederzeit während oder nach der Testphase in der Kontoverwaltung tun; es gilt dann § 10.5. Wir weisen dich bei der Registrierung deutlich auf diesen Übergang hin und erinnern dich spätestens drei Tage vor Ablauf der Testphase per E-Mail an die hinterlegte Adresse, unter Angabe des Plans, des Betrags und des Abrechnungsbeginns.

3.4.2 Kündigung während der Testphase. Du kannst die Testphase jederzeit bis zum letzten Tag ohne Angabe von Gründen und ohne Kosten beenden, direkt in der Kontoverwaltung oder in Textform an hello@uptimeify.io. Mit der Beendigung wird das Konto deaktiviert, und es entsteht keine Zahlungspflicht.

3.4.3 Löschung nach Beendigung. 30 Tage nach der Deaktivierung eines Testkontos löschen wir die Kundeninhalte. Mindestens sieben Tage vor der Löschung informieren wir dich per E-Mail an die hinterlegte Adresse. Bis zur Löschung bleibt der Export deiner Kundeninhalte möglich.

3.4.4 Missbrauchsvermeidung. Nach der Löschung speichern wir ein Minimum an Daten, um zu erkennen, dass für deine Organisation bereits eine Testphase genutzt wurde. Die Einzelheiten stehen in unserer Datenschutzerklärung.

3.5 Vertragsschluss, Vertragstext und Eingabefehler. Der Vertrag kommt über folgende Schritte zustande: Auswahl der Quota, Eingabe deiner Daten im Registrierungsformular, Prüfung deiner Angaben, Absenden der Registrierung und Annahme durch uns nach § 3.1. Eingabefehler kannst du bis zum Absenden korrigieren, indem du die Angaben überschreibst oder den Vorgang abbrichst; danach über die Kontoverwaltung. Diese AGB und den Auftragsverarbeitungsvertrag stellen wir dir in deinem Konto dauerhaft abrufbar bereit. Verfügbare Vertragssprachen sind Deutsch und Englisch.


§ 4 Leistungsumfang

4.1 Uptimeify prüft die von dir konfigurierten Endpunkte in dem von dir gewählten Intervall von mehreren europäischen Standorten aus und benachrichtigt dich über die von dir eingerichteten Kanäle, wenn ein Endpunkt nicht erreichbar ist oder ein Schwellwert überschritten wird. Der Umfang im Einzelnen ergibt sich aus dem gewählten Plan, aus der Leistungsbeschreibung und aus der Dokumentation.

4.2 Was der Dienst ist und was nicht. Uptimeify ist ein Beobachtungs- und Benachrichtigungswerkzeug. Der Dienst verhindert keine Störungen, behebt sie nicht und ersetzt weder ein Backup noch ein Sicherheitsmonitoring noch eine eigene Betriebsüberwachung. Er ist auch kein Lasttest-Werkzeug.

4.3 Weiterentwicklung. Wir entwickeln den Dienst laufend weiter. Funktionen können hinzukommen, sich ändern oder ersetzt werden. Wesentliche Funktionen, die für den vereinbarten Leistungsumfang bestimmend sind, entfernen wir nur nach dem Verfahren in § 20.

4.4 Support und Geschäftszeiten. Support leisten wir per E-Mail an hello@uptimeify.io innerhalb unserer Geschäftszeiten. Geschäftszeiten im Sinne dieser AGB sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (MEZ beziehungsweise MESZ), ausgenommen gesetzliche Feiertage in Nordrhein-Westfalen. Wir bemühen uns um eine erste Rückmeldung innerhalb eines Werktags. Eine darüber hinausgehende Reaktions- oder Wiederherstellungszeit ist nur geschuldet, wenn wir sie individuell vereinbart haben.


§ 5 Verfügbarkeit

5.1 Verfügbarkeitsziel Plattform. Wir betreiben die Plattform mit einem Verfügbarkeitsziel von 99,5 Prozent im Kalendermonat. Bezugsgegenstand ist die Erreichbarkeit der Web-Anwendung und der API, also der Ebene, über die du den Dienst konfigurierst und auswertest. Grundlage der Messung sind unsere Systemprotokolle. Den aktuellen Status und vergangene Vorfälle veröffentlichen wir unter https://status.uptimeify.io.

5.2 Prüf- und Alarmierungsschicht. Die Prüfungen und die Alarmierung laufen unabhängig von der Web-Anwendung auf mehreren voneinander unabhängigen europäischen Nodes. Sie arbeiten weiter, wenn die Web-Anwendung nicht erreichbar ist. Für diese Schicht ist kein prozentuales Verfügbarkeitsziel vereinbart. Störungen der Prüf- oder Alarmierungsschicht veröffentlichen wir als Vorfall unter https://status.uptimeify.io und benennen dabei den betroffenen Zeitraum und den Umfang. Deine Rechte bei Mängeln nach § 15 gelten für diese Schicht unverändert.

5.3 Nicht eingerechnet werden Zeiten, in denen der Dienst aus folgenden Gründen nicht oder eingeschränkt verfügbar ist:

  • geplante Wartung nach § 5.4
  • höhere Gewalt nach § 6.4
  • Störungen bei Vorleistungserbringern und Netzbetreibern außerhalb unseres Einflussbereichs
  • Störungen, die auf deine Systeme, deine Konfiguration oder auf eine Nutzung entgegen diesen AGB zurückgehen
  • Sperrungen nach § 9.4 und Pausierungen nach § 10.6
  • Beta- und Vorschaufunktionen nach § 6.5

5.4 Wartung. Planbare Wartung, die den Betrieb des Dienstes beeinträchtigen kann, kündigen wir mindestens 24 Stunden vorher über die Statusseite unter https://status.uptimeify.io an und führen sie möglichst in Zeiten geringer Last durch.

5.4.1 Kleinere Deployments. Änderungen ohne Auswirkung auf die Funktion des Dienstes, insbesondere kleinere Deployments, führen wir ohne Vorankündigung durch. Wir führen sie ausschließlich außerhalb unserer Geschäftszeiten (§ 4.4) aus.

5.4.2 Sicherheitsrelevante Eingriffe. Eingriffe, die zur Abwehr einer akuten Gefahr für Sicherheit, Integrität oder Betrieb erforderlich sind, dürfen wir jederzeit und ohne Vorankündigung durchführen, wenn Aufschub nicht zumutbar ist. Wir informieren dich unverzüglich nachträglich über die Statusseite.

5.5 Kein Garantieversprechen. Das Verfügbarkeitsziel in § 5.1 und die Beschreibung in § 5.2 sind Leistungsbeschreibungen, keine Garantie im Sinne von § 276 Abs. 1 BGB und keine Beschaffenheitsgarantie. Deine Rechte bei Mängeln nach § 15 und deine Ansprüche nach § 16 bleiben davon unberührt.


§ 6 Betriebliche Rahmenbedingungen

6.1 Verarbeitungsorte. Wir betreiben den Dienst in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union. Die eingesetzten Subprozessoren und deren Standorte listen wir unter https://uptimeify.io/de/subprozessoren.

6.2 Prüfstandorte. Die Prüfungen erfolgen von europäischen Standorten aus. Die aktuellen Quell-IP-Adressen veröffentlichen wir unter https://uptimeify.io/ips.txt, damit du sie in deinen Firewalls und Rate-Limits freigeben kannst. Wir dürfen diese Adressen ändern und kündigen Änderungen mit angemessener Frist über den Changelog an.

6.3 Änderungen der Infrastruktur. Wir dürfen Infrastruktur, Standorte und Subprozessoren ändern, soweit das vereinbarte Leistungsniveau und das Verarbeitungsgebiet nach § 6.1 gewahrt bleiben. Für Subprozessoren gilt zusätzlich das Verfahren im Auftragsverarbeitungsvertrag.

6.4 Höhere Gewalt. Bei Ereignissen, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen und die wir auch bei Anwendung angemessener Sorgfalt nicht abwenden konnten, insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, behördliche Anordnungen, Streik, großflächige Strom- oder Netzausfälle und weiträumige Ausfälle des Internet-Backbones, sind wir für die Dauer des Ereignisses und dessen unmittelbarer Folgen von der Leistungspflicht befreit. Wir informieren dich unverzüglich. Dauert das Ereignis länger als 60 Tage, darf jede Seite den Vertrag mit Wirkung zum Monatsende kündigen.

6.5 Beta- und Vorschaufunktionen. Funktionen, die wir ausdrücklich als Beta, Preview, Early Access oder ähnlich kennzeichnen, stellen wir zum Ausprobieren bereit, ohne Verfügbarkeitsziel und ohne Gewährleistung. Wir dürfen sie jederzeit ändern oder einstellen. Setze sie nicht in Prozessen ein, bei denen ein Ausfall dir oder deinen Endkunden Schaden zufügen kann.


§ 7 Quota, Nutzungsgrenzen und API

7.1 Organisationsweite Quota. Dein Plan enthält eine organisationsweite Quota, die für alle deine Sub-Accounts gemeinsam gilt. Es fällt keine zusätzliche Gebühr pro Endkunde und pro Sub-Account an. Der genaue Umfang ergibt sich aus dem gewählten Plan.

7.2 Überschreitung. Erreichst du die Quota, kannst du keine weiteren Monitore anlegen, bis du einen bestehenden Monitor entfernst oder die Quota erhöhst. Wir sperren dabei keine laufenden Monitore und stellen dir keine unangekündigten Mehrmengen in Rechnung.

7.3 Benachrichtigungskontingent. Dein Plan enthält ein monatliches Kontingent für kostenpflichtige Benachrichtigungskanäle. Auf dieses Kontingent zählen SMS und Sprachanrufe gemeinsam. Ein Sprachanruf verbraucht dabei eine Einheit, genau wie eine SMS.

7.3.1 Das Kontingent verfällt am Monatsende und wird nicht übertragen oder vergütet. Nach Ausschöpfung stellen wir die Benachrichtigung über deine übrigen Kanäle sicher, etwa E-Mail, Slack, Microsoft Teams oder Webhook.

7.3.2 SMS und Sprachanrufe dürfen nicht für Werbung oder für andere Nachrichten als betriebliche Alarmierung genutzt werden.

7.4 API und Fair Use. Bei der Nutzung der API und des MCP-Servers hältst du die in der Dokumentation veröffentlichten Rate-Limits ein und sicherst deine API-Schlüssel. Über die dokumentierten Grenzen hinaus gilt: Du nutzt den Dienst nicht in einer Weise, die die Stabilität der Plattform oder die Nutzung durch andere Kunden erheblich beeinträchtigt. Bei erheblichen Überschreitungen dürfen wir den API-Zugriff drosseln. Wir informieren dich vorher, sofern nicht eine akute Gefahr für den Betrieb sofortiges Handeln erfordert, und suchen mit dir eine Lösung, bevor wir weitergehende Maßnahmen ergreifen.

7.5 Prüfintervalle. Sehr kurze Prüfintervalle erzeugen Last auf dem geprüften Endpunkt. Du stellst sicher, dass das gewählte Intervall für deinen Endpunkt angemessen ist und dass der Betreiber des Endpunkts damit einverstanden ist.


§ 8 Sub-Accounts, White-Label und Weitergabe an deine Endkunden

8.1 Ausdrücklich erlaubt. Du darfst den Dienst im Rahmen deines Plans für deine Endkunden nutzen, ihn in eigene Leistungen einbinden, ihn unter eigener Marke, eigener Domain und eigenem Absender betreiben und deinen Endkunden eigene Zugänge zu ihren Sub-Accounts einräumen. Du darfst dafür ein eigenes Entgelt verlangen, das du frei bestimmst.

8.2 Du bleibst unser Vertragspartner. Zwischen uns und deinen Endkunden entsteht kein Vertragsverhältnis. Du schuldest uns die vereinbarte Vergütung unabhängig davon, ob dein Endkunde dich bezahlt. Für Zusagen, die du deinen Endkunden gibst, insbesondere für Verfügbarkeits- oder Reaktionszusagen, stehst du allein ein. Sie verpflichten uns nicht und begründen keine Ansprüche gegen uns.

8.3 Was du sicherstellst. Du verpflichtest deine Endkunden auf Nutzungsregeln, die den Anforderungen aus § 9 mindestens gleichwertig sind, und du bist uns gegenüber für das Verhalten deiner Endkunden und der von dir eingerichteten Nutzer verantwortlich wie für eigenes Verhalten.

8.4 Grenzen. Nicht erlaubt ist der Weiterverkauf oder die Unterlizenzierung der Plattform als solche an einen Anbieter, der damit selbst einen Monitoring-Dienst gegenüber Dritten anbietet, sowie jede Umgehung der Quota durch Aufteilung auf mehrere Konten.

8.5 White-Label-Assets. Du stellst sicher, dass du die Rechte an allen Marken, Logos, Domains und Texten hast, die du im White-Label einsetzt. Für deren Nutzung im Dienst erteilst du uns die dafür erforderlichen einfachen Nutzungsrechte für die Dauer des Vertrags.


§ 9 Deine Pflichten und zulässige Nutzung

9.1 Berechtigung zur Prüfung. Du überwachst nur Endpunkte, die dir gehören oder für die du eine Überwachungsberechtigung des Verfügungsberechtigten hast. Auf Verlangen weist du diese Berechtigung nach. Das ist die wichtigste Regel in diesem Abschnitt: Ein Monitor auf deinkunde.com ist zulässig, wenn deinkunde.com damit einverstanden ist.

9.2 Untersagte Nutzung. Du nutzt den Dienst nicht, um

  • Endpunkte zu prüfen, für die dir die Berechtigung nach § 9.1 fehlt
  • rechtswidrige Inhalte oder Dienste zu überwachen, insbesondere Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern, unerlaubtes Glücksspiel oder Dienste, die Straftaten fördern
  • Überlastungsangriffe vorzubereiten oder durchzuführen, Lasttests zu fahren oder Dienste Dritter in ihrer Funktion zu beeinträchtigen
  • Sicherheitsmaßnahmen des Dienstes oder Zugriffsbeschränkungen zu umgehen
  • den Dienst zurückzuentwickeln, zu dekompilieren oder zu disassemblieren, soweit das nicht gesetzlich zulässig ist; § 69e UrhG bleibt unberührt
  • Inhalte zu verbreiten, die Rechte Dritter verletzen

9.3 Mitwirkung. Du hältst die in deinem Konto hinterlegte E-Mail-Adresse aktuell und erreichbar. Sie ist der Zustellweg für alle Mitteilungen nach diesen AGB (§ 22.4), insbesondere für Zahlungs-, Änderungs- und Sicherheitsmitteilungen. Du pflegst deine Benachrichtigungskontakte und prüfst nach der Einrichtung, ob Alarme bei dir tatsächlich ankommen. Störungen meldest du uns nachvollziehbar beschrieben.

9.4 Maßnahmen bei Verstößen. Bei einem Verstoß gegen § 9.1 oder § 9.2 fordern wir dich in der Regel zunächst in Textform zur Abhilfe auf und setzen dir eine angemessene Frist. Wir dürfen einzelne Monitore, einzelne Sub-Accounts oder das gesamte Konto ohne vorherige Aufforderung sperren, wenn ein schwerwiegender Verstoß vorliegt, wenn eine erhebliche Gefahr für den Betrieb, für Dritte oder für die Rechtssicherheit besteht oder wenn wir dazu rechtlich verpflichtet sind. Wir beschränken die Maßnahme auf das, was erforderlich ist, informieren dich unverzüglich und heben die Sperre auf, sobald der Grund entfallen ist. Deine Zahlungspflicht bleibt während einer von dir verursachten Sperrung bestehen.

9.5 Sanktionen und Außenwirtschaftsrecht. Du bestätigst, dass weder du noch eine an dir wesentlich beteiligte oder für dich handelnde Person auf einer Sanktionsliste der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen geführt wird, und dass du den Dienst nicht unter Verstoß gegen anwendbares Außenwirtschafts- und Sanktionsrecht nutzt oder weitergibst. Änderungen zeigst du uns unverzüglich an. Sind wir zur Einhaltung solcher Vorschriften verpflichtet, dürfen wir den Zugang sperren und den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen.


§ 10 Preise, Abrechnung und Zahlung

10.1 Preise. Es gelten die Preise des von dir gewählten Plans in der bei Vertragsschluss geltenden Fassung. Alle Preise sind Nettopreise in Euro und verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden Umsatzsteuer.

10.2 Umsatzsteuer. Bei Kunden aus anderen EU-Mitgliedsstaaten rechnen wir bei Vorliegen einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer im Reverse-Charge-Verfahren ab. Du bist dafür verantwortlich, uns eine gültige Nummer mitzuteilen und Änderungen anzuzeigen. Stellt sich eine Nummer als ungültig heraus, dürfen wir die Umsatzsteuer nachberechnen.

10.3 Abrechnungszyklus. Die Vergütung ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig. Der Abrechnungszeitraum ergibt sich aus deinem Plan. Rechnungen stellen wir elektronisch bereit.

10.4 Zahlungsdienstleister. Zur Zahlungsabwicklung setzen wir Dienstleister ein. Die eingesetzten Anbieter listen wir unter https://uptimeify.io/de/subprozessoren. Deine Zahlungsdaten verarbeitet der jeweilige Anbieter; wir speichern keine vollständigen Kartendaten.

10.5 Quota-Wechsel. Du kannst deine Quota jederzeit anpassen. Jede Änderung wird sofort wirksam, und wir rechnen den Differenzbetrag anteilig für den Rest des laufenden Abrechnungszeitraums ab: bei einer Erhöhung zu unseren Gunsten als Nachberechnung, bei einer Reduzierung zu deinen Gunsten als Gutschrift, die wir mit der nächsten Rechnung verrechnen.

10.5.1 Eine Reduzierung ist nur bis auf die Zahl deiner aktiven Monitore möglich. Willst du weiter reduzieren, entferne zuvor die entsprechenden Monitore. Wir deaktivieren keine laufenden Monitore ohne dein Zutun.

10.6 Fehlgeschlagene Zahlung und automatische Pausierung. Die Vergütung ist im Voraus fällig (§ 10.3). Kann eine fällige Zahlung nicht eingezogen werden, wird dein Abonnement automatisch pausiert, bis die Zahlung erfolgreich eingezogen wurde. Während der Pausierung ruhen Monitoring, Alarmierung und Statusseiten. Deine Kundeninhalte, deine Konfiguration und deine Sub-Accounts bleiben unverändert erhalten.

10.6.1 Wir informieren dich unverzüglich per E-Mail an die in deinem Konto hinterlegte Adresse, nennen den offenen Betrag und wiederholen den Einzugsversuch.

10.6.2 Wiederanlauf. Sobald die Zahlung eingegangen ist, geben wir deine Quota unverzüglich wieder frei. Deine Monitore starten dabei nicht automatisch neu. Wir können technisch nicht unterscheiden, welche Monitore vor der Pausierung von dir selbst deaktiviert waren, und schalten deshalb keinen Monitor ohne dein Zutun ein. Du aktivierst die gewünschten Monitore nach der Freigabe selbst. Bis dahin finden keine Prüfungen und keine Alarmierungen statt. Wir weisen dich in der Bestätigungs-E-Mail auf diesen Schritt hin. Deine Konfiguration, deine Sub-Accounts und deine Historie bleiben unverändert erhalten.

10.6.3 Für die Dauer der Pausierung schulden wir keine Leistung. Das Ruhen von Monitoring und Alarmierung während einer Pausierung und bis zur Reaktivierung deiner Monitore nach § 10.6.2 ist kein Mangel und kein Vorfall im Sinne von § 5. Der Abrechnungszeitraum verlängert sich durch die Pausierung nicht. Verzugszinsen nach § 288 Abs. 2 BGB und unser Kündigungsrecht nach § 11.3 bleiben unberührt. Dein Recht, uns nachzuweisen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist, bleibt unberührt.

10.7 Aufrechnung. Du darfst nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dir nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

10.8 Preisanpassung. Wir dürfen die Preise höchstens einmal in zwölf Monaten anpassen, um Kostenänderungen bei Infrastruktur, Vorleistungen, Löhnen, SMS-Terminierung oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben abzubilden. Wir kündigen eine Anpassung mindestens acht Wochen vor Wirksamwerden in Textform an. Beträgt die Erhöhung mehr als 5 Prozent, darfst du den Vertrag bis zum Wirksamwerden mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen. Wir weisen dich in der Ankündigung auf dieses Recht hin. Preise, die für die Dauer einer festen Laufzeit vereinbart sind, bleiben für diese Laufzeit unverändert.


§ 11 Laufzeit und Kündigung

11.1 Laufzeit. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, sofern nicht ausdrücklich eine Laufzeit vereinbart ist. Es gibt keine Mindestlaufzeit.

11.2 Ordentliche Kündigung. Du kannst jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, ohne Frist und ohne Begründung, direkt in der Kontoverwaltung oder in Textform an hello@uptimeify.io. Für die Beendigung während der Testphase gilt § 3.4.2. Bis zum Ende des bezahlten Zeitraums nutzt du den Dienst weiter. Wir können mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen.

11.3 Kündigung aus wichtigem Grund. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Seiten unbenommen. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor bei einem schwerwiegenden oder nach Abmahnung fortgesetzten Verstoß gegen § 9 sowie bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen trotz Mahnung.

11.4 Wechsel zu einem anderen Anbieter. Zusätzlich zu § 11.2 kannst du den Vertrag jederzeit mit dem Ziel beenden, zu einem anderen Anbieter oder in deine eigene Infrastruktur zu wechseln. Die Ankündigungsfrist beträgt höchstens zwei Monate. Das Verfahren regelt § 12.

11.5 Form. Kündigungen bedürfen der Textform nach § 126b BGB. Die Nutzung der Kündigungsfunktion im Konto genügt.


§ 12 Datenexport, Anbieterwechsel und Löschung

12.1 Export jederzeit. Du kannst deine Kundeninhalte während der gesamten Vertragslaufzeit selbst exportieren, über die Weboberfläche und über die API, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format (CSV und JSON). Wir stellen dafür keine gesonderte Gebühr in Rechnung.

12.2 Wechselprozess. Kündigst du nach § 11.4, beginnt mit Wirksamwerden der Kündigung eine Übergangsfrist von 30 Kalendertagen. In dieser Zeit bleibt der Dienst zu den bisherigen Bedingungen nutzbar, und wir unterstützen dich in angemessenem Umfang beim Export deiner Kundeninhalte und deiner Konfiguration. Ist der Wechsel technisch nicht innerhalb von 30 Tagen abzuschließen, verlängern wir die Übergangsfrist um einen angemessenen Zeitraum; du kannst eine Verlängerung von bis zu sechs Monaten verlangen. Nach Ablauf der Übergangsfrist endet der Vertrag.

12.2.1 Vergütung während der Übergangsfrist. Läuft der Dienst während der Übergangsfrist weiter, zahlst du dafür weiter die Vergütung deines Plans, anteilig für die Dauer der Übergangsfrist. Du kannst uns stattdessen jederzeit in Textform mitteilen, dass Prüfungen und Alarmierung sofort eingestellt werden sollen. Ab diesem Zeitpunkt endet die Zahlungspflicht, und wir halten deine Kundeninhalte für den Rest der Übergangsfrist ausschließlich zum Export bereit. Für den Export selbst berechnen wir in keinem Fall etwas (§ 12.3).

12.3 Keine Wechselentgelte. Für den Wechsel, für den Datenexport, für unsere Unterstützung dabei und für die Vertragsbeendigung berechnen wir dir keine Entgelte. Geschuldet bleibt allein die Vergütung für die tatsächliche Nutzung des Dienstes nach § 12.2.1.

12.4 Abrufzeitraum nach Vertragsende. Nach Vertragsende halten wir deine Kundeninhalte 30 Tage zum Abruf bereit und deaktivieren in dieser Zeit die Prüfungen und die Alarmierung. Danach löschen wir sie aus den Produktivsystemen. In Sicherungskopien werden sie spätestens nach weiteren 90 Tagen im Rahmen der Rotation überschrieben.

12.5 Ausnahmen. Von der Löschung ausgenommen sind Daten, die wir aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten weiter speichern müssen, insbesondere Rechnungs- und Buchhaltungsdaten, sowie aggregierte Betriebsstatistiken ohne Bezug zu dir oder zu deinen Endkunden.

12.6 Vorzeitige Löschung. Auf deinen ausdrücklichen Wunsch in Textform löschen wir vorzeitig. Der Verlust der Daten geht dann zu deinen Lasten.


§ 13 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

13.1 Rollen. Soweit wir bei der Erbringung des Dienstes personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeiten, bist du Verantwortlicher und wir Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 und Art. 28 DSGVO. Nutzt du den Dienst für deine Endkunden und ist dabei dein Endkunde Verantwortlicher, sind wir Unterauftragsverarbeiter; du stellst in diesem Fall sicher, dass du zur Beauftragung von Unterauftragsverarbeitern berechtigt bist.

13.2 Auftragsverarbeitungsvertrag. Der Auftragsverarbeitungsvertrag in seiner jeweils gültigen Fassung ist Bestandteil dieses Vertrags und wird mit dem Vertragsschluss ohne weitere Erklärung wirksam. Er geht diesen AGB in datenschutzrechtlichen Fragen vor. Du findest ihn nach der Anmeldung in deinem Dashboard unter „Ressourcen“. Vor Vertragsschluss stellen wir ihn dir auf Anfrage an hello@uptimeify.io in Textform zur Verfügung.

13.3 Subprozessoren. Die eingesetzten Subprozessoren und deren Verarbeitungsstandorte veröffentlichen wir unter https://uptimeify.io/de/subprozessoren. Änderungen kündigen wir mit angemessener Frist an; dein Widerspruchsrecht regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag.

13.4 Deine Verantwortung für Inhalte. Du entscheidest, welche Daten du in den Dienst einbringst. Du stellst sicher, dass du dazu berechtigt bist, insbesondere bei Kontaktdaten deiner Mitarbeiter und deiner Endkunden und bei Zugangsdaten, die du in Prüfkonfigurationen hinterlegst. Bringe keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO in den Dienst ein.

13.5 Eigene Verarbeitung. Für die Verarbeitung, die wir zu eigenen Zwecken vornehmen, etwa für Vertragsabwicklung, Abrechnung, Sicherheit und Betriebsstatistik, sind wir Verantwortlicher. Die Einzelheiten stehen in unserer Datenschutzerklärung.


§ 14 Rechte an Inhalten und Nutzungsrechte

14.1 Deine Inhalte bleiben deine. Alle Rechte an den Kundeninhalten bleiben bei dir oder bei deinen Endkunden. Du räumst uns ein einfaches, auf die Vertragslaufzeit und auf den Zweck der Leistungserbringung beschränktes Recht ein, die Kundeninhalte zu speichern, zu verarbeiten, zu vervielfältigen und dir anzuzeigen. Das Recht endet mit der Löschung nach § 12. Eine Nutzung für andere Zwecke, insbesondere für das Training von KI-Modellen, findet nicht statt.

14.2 Unsere Rechte. Der Dienst, die Software, die Oberflächen, die Dokumentation, die Marke Uptimeify und alle daran bestehenden Rechte gehören uns oder unseren Lizenzgebern. Du erhältst für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen, einschließlich der Nutzung für deine Endkunden nach § 8. Weitergehende Rechte erhältst du nicht.

14.3 Feedback. Wenn du uns Verbesserungsvorschläge machst, dürfen wir sie ohne Vergütung und ohne Namensnennung umsetzen. Rechte an deinen eigenen Produkten erwerben wir dadurch nicht.

14.4 Referenznennung. Deinen Namen und dein Logo nennen wir als Referenz nur mit deiner vorherigen Zustimmung in Textform. Du kannst die Zustimmung jederzeit für die Zukunft widerrufen.


§ 15 Mängel

15.1 Der Dienst wird auf Zeit zur Nutzung bereitgestellt. Es gelten die gesetzlichen Vorschriften über die Miete, soweit in diesen AGB nichts anderes bestimmt ist.

15.2 Meldung. Du zeigst uns Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform an und beschreibst sie so, dass wir sie nachvollziehen können. Wir beheben Mängel in angemessener Zeit.

15.3 Minderung. Eine Minderung der Vergütung setzt voraus, dass du den Mangel angezeigt hast und wir ihn nicht innerhalb einer angemessenen Frist behoben haben. Eine Aufrechnung mit Minderungsansprüchen richtet sich nach § 10.7.

15.4 Keine verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel. Unsere Haftung nach § 536a Abs. 1 BGB für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren, ist ausgeschlossen, soweit sie kein Verschulden voraussetzt. § 16.1 bleibt unberührt.

15.5 Kein Mangel ist eine Beeinträchtigung, die auf einem der in § 5.3 genannten Umstände beruht, auf deiner Konfiguration, auf deinen Systemen oder auf einer Nutzung entgegen diesen AGB.


§ 16 Haftung

16.1 Unbeschränkte Haftung. Wir haften unbeschränkt

  • bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit
  • bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit
  • bei arglistigem Verschweigen eines Mangels
  • soweit wir eine Garantie übernommen haben
  • nach dem Produkthaftungsgesetz
  • soweit eine Haftung nach der Datenschutz-Grundverordnung gesetzlich zwingend ist

16.2 Einfache Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei der Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung für die Erreichung des Vertragszwecks von besonderer Bedeutung ist. In diesem Fall ist unsere Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

16.3 Ausschluss im Übrigen. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Insbesondere haften wir bei einfacher Fahrlässigkeit nicht für entgangenen Gewinn, für ausgebliebene Einsparungen, für Ansprüche Dritter gegen dich und für mittelbare Schäden.

16.4 Höchstbetrag. In den Fällen von § 16.2 ist unsere Haftung je Schadensfall auf 10.000 Euro und für alle Schadensfälle innerhalb eines Vertragsjahres insgesamt auf 20.000 Euro begrenzt. Ist die von dir im betroffenen Vertragsjahr gezahlte Nettovergütung höher als der jeweilige Betrag, gilt dieser höhere Betrag.

16.5 Monitoring-Charakter. Uptimeify beobachtet und benachrichtigt. Der Dienst verhindert Störungen nicht (§ 4.2). Für Schäden, die daraus entstehen, dass eine Störung an deinen Systemen oder an den Systemen deiner Endkunden auftritt, nicht erkannt, verspätet erkannt oder verspätet gemeldet wird, haften wir nur nach den Maßstäben von § 16.1 und § 16.2. Das gilt insbesondere für Vertragsstrafen, Gutschriften oder Verfügbarkeitszusagen, die du gegenüber deinen Endkunden übernommen hast (§ 8.2).

16.6 Fehlalarme und Zustellung. Die Zustellung von Benachrichtigungen hängt von Netzen und Diensten Dritter ab, insbesondere von E-Mail-Providern, Messaging-Plattformen und Mobilfunknetzen. Für Verzögerungen und Ausfälle in diesen Netzen haften wir nicht.

16.7 Keine Alleinabsicherung. Du verlässt dich nicht ausschließlich auf Uptimeify, wenn ein Ausfall bei dir oder bei deinen Endkunden zu erheblichen Schäden führen kann, sondern hältst geeignete eigene Vorkehrungen bereit. Soweit ein Schaden darauf zurückgeht, dass du das unterlassen hast, mindert sich unsere Haftung entsprechend.

16.8 Datenverlust. Bei Verlust von Daten haften wir im Rahmen von § 16.1 und § 16.2 nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.

16.9 Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen. Die Regelungen dieses Paragraphen gelten auch für die persönliche Haftung unserer Gesellschafter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

16.10 Verjährung. Ansprüche in den Fällen von § 16.2 verjähren in zwölf Monaten ab Kenntnis. Die gesetzlichen Verjährungsfristen in den Fällen von § 16.1 bleiben unberührt.


§ 17 Freistellung

17.1 Nimmt ein Dritter uns in Anspruch, weil du schuldhaft gegen § 9.1, § 9.2, § 8.5 oder § 13.4 verstoßen hast, stellst du uns von diesen Ansprüchen frei und trägst die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

17.2 Wir informieren dich unverzüglich über die Inanspruchnahme, geben dir Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Übernahme der Verteidigung und geben ohne deine Zustimmung kein Anerkenntnis ab. Verletzen wir diese Pflichten, entfällt der Freistellungsanspruch, soweit dir dadurch ein Nachteil entstanden ist.

17.3 Die Freistellung entfällt, soweit die Inanspruchnahme auf einem Umstand beruht, den wir zu verantworten haben.


§ 18 Vertraulichkeit

18.1 Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite vertraulich, nutzen sie nur zur Vertragserfüllung und machen sie nur denjenigen Mitarbeitern, Beratern und Subprozessoren zugänglich, die sie kennen müssen und die entsprechend verpflichtet sind.

18.2 Vertraulich sind insbesondere Kundeninhalte, Zugangsdaten, Preiskonditionen aus Individualvereinbarungen, Sicherheitsinformationen und nicht veröffentlichte Produktinformationen.

18.3 Nicht vertraulich sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder ohne Verletzung dieser Pflicht öffentlich bekannt werden, die einer Seite bereits rechtmäßig bekannt waren oder die unabhängig entwickelt wurden. Gesetzliche und behördliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt; die verpflichtete Seite informiert die andere Seite, soweit zulässig, vorher.

18.4 Die Pflicht gilt für drei Jahre nach Vertragsende fort.


§ 19 Sicherheit und Sicherheitsvorfälle

19.1 Wir betreiben den Dienst nach dem Stand der Technik und halten angemessene technische und organisatorische Maßnahmen vor. Die Einzelheiten regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag.

19.2 Wird uns eine Sicherheitslücke oder ein Sicherheitsvorfall bekannt, der deine Kundeninhalte betrifft, informieren wir dich unverzüglich, beschreiben den Sachverhalt so genau wie zu diesem Zeitpunkt möglich und nennen die getroffenen Maßnahmen.

19.3 Findest du eine Sicherheitslücke im Dienst, melde sie uns unter hello@uptimeify.io, bevor du sie veröffentlichst. Nutze sie nicht über das für den Nachweis erforderliche Maß hinaus aus und greife nicht auf Daten anderer Kunden zu.


§ 20 Änderungen dieser AGB und des Dienstes

20.1 Wann wir ändern dürfen. Wir dürfen diese AGB und die Leistungsbeschreibung ändern, wenn ein sachlicher Grund vorliegt. Sachliche Gründe sind:

  • Änderungen der Gesetzeslage, der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder behördlicher Vorgaben
  • Änderungen des Leistungsumfangs durch neue oder weiterentwickelte Funktionen
  • technische Anforderungen, insbesondere Sicherheit, Stabilität und Wechsel von Vorleistungserbringern
  • Schließung von Regelungslücken, die sich im Betrieb zeigen

20.2 Was wir nicht ändern dürfen. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung zu deinem Nachteil erheblich verschieben, sind auf diesem Weg nicht möglich. Preisänderungen richten sich ausschließlich nach § 10.8.

20.3 Verfahren. Wir kündigen eine Änderung mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform an, stellen die geänderten Bedingungen im Volltext bereit, kennzeichnen die Änderungen und weisen dich auf dein Widerspruchsrecht und auf die Folge eines Widerspruchs hin.

20.4 Widerspruch. Du kannst der Änderung bis zum Tag des Wirksamwerdens in Textform widersprechen. Widersprichst du, gelten für dich die bisherigen Bedingungen bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, und der Vertrag endet zu diesem Zeitpunkt. Widersprichst du nicht, gelten die geänderten Bedingungen ab dem angekündigten Datum. Auf diese Wirkung weisen wir dich in der Ankündigung ausdrücklich hin.

20.5 Vorherige Fassungen. Wir halten frühere Fassungen dieser AGB mit Versionsnummer und Datum abrufbar.


§ 21 Übertragung des Vertrags

21.1 Wir dürfen die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf ein verbundenes Unternehmen oder auf einen Rechtsnachfolger übertragen, insbesondere im Rahmen eines Rechtsformwechsels oder einer Umwandlung. Wir kündigen die Übertragung mindestens vier Wochen vorher in Textform an. Du darfst den Vertrag in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Übertragung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen.

21.2 Du darfst den Vertrag mit unserer Zustimmung in Textform übertragen. Die Zustimmung verweigern wir nur aus sachlichem Grund. Die Nutzung für Endkunden nach § 8 ist keine Übertragung und bedarf keiner Zustimmung.


§ 22 Schlussbestimmungen

22.1 Anwendbares Recht. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

22.2 Gerichtsstand. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Ahaus, Deutschland. Unser Recht, an deinem allgemeinen Gerichtsstand zu klagen, bleibt unberührt.

22.3 Verbraucherstreitbeilegung. Der Dienst richtet sich nach § 1.2 nicht an Verbraucher. Unabhängig davon nehmen wir nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil und sind dazu nicht verpflichtet.

22.4 Textform. Erklärungen im Rahmen dieses Vertrags bedürfen mindestens der Textform nach § 126b BGB. E-Mail genügt. Wo diese AGB eine Ankündigung "in Textform" verlangen, genügt eine Nachricht an die von dir im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse.

22.5 Sprachfassungen. Diese AGB liegen in deutscher und in englischer Sprache vor. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

22.6 Salvatorische Klausel. Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

22.7 Keine stillschweigende Änderung. Nimmst du eine Leistung entgegen, die über den vereinbarten Umfang hinausgeht, oder dulden wir eine Nutzung entgegen diesen AGB, liegt darin kein Verzicht und keine Vertragsänderung.


§ 23 Kontakt

Zaskoku & Haupt GbR Lange Str. 54 - 56 48683 Ahaus Deutschland

Vertreten durch Florian Zaskoku und Pascal Haupt Telefon: +49 2568 900 9000 E-Mail: hello@uptimeify.io Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE457043076

Kontaktformular: https://uptimeify.io/de/kontakt


Version 1.0 · Stand 3. August 2026 · Frühere Fassungen: https://uptimeify.io/de/agb/archiv